Keine Punkte trotz starkem Start

 

HSG Ostsee sieglos 28:22 in Oranienburg.

 

Es war eine enge Partie gewesen, die erwartet wurde, als die HSG Ostsee am Samstagabend nach sechsstündiger Fahrt ihr Ziel, die MBS-Arena in Oranienburg, erreichte. Doch vor 794 Zuschauern, darunter einige mitgereiste Fans der HSG, musste erneut eine Niederlage eingesteckt werden.
Ostsee begann spielstark und selbstbewusst, ging in der vierten Minute mit 4:2 in Führung. Bis in die siebte Minute hinein konnte dieser 2-Tore-Vorsprung gehalten werden (3:5), dann glich der HC mit 5:5 aus. Nach einem verworfenen Siebenmeter der HSG ging Oranienburg in Führung und gab diese die restliche Spielzeit über nicht mehr her. Ab der 20. Minute kam es auf Seiten Ostsees zu großen Unkonzentriertheiten und Hektik, was der Handballclub nutzte, um den Vorsprung auszubauen. Die HSG kam in der Vorwärtsbewegung kaum noch vor das gegnerische Tor und die wenigen Abschlüsse, die die oranienburger Abwehr zuließ, waren zu unpräzise. So stand nach 30 Minuten der 17:12-Halbzeitstand.
Nach der Pause folgte zunächst ein Torflut der Oranienburger, sodass ein zwischenzeitlicher Stand von 24:15 (42.) - und damit neun Tore Rückstand - hervorging, doch nach einer Zeitstrafe des HCs in der folgenden Minute schien es, als hätte die HSG sich ein wenig gefangen, kam trotz doppelter 2-Minuten-Strafe auf eigener Seite bis auf fünf Treffer heran (55.), aber letztendlich konnte die gute Abwehrleistung nicht mit Treffern in der Vorwärtsbewegung belohnt werden. Nach Abpfiff stand somit der Endstand von 28:22.

 

"Wir haben in den letzten zehn Minuten kaum noch ein Gegentor bekommen, doch wir haben uns dann leider - so wie wir auch in den Rückstand gekommen sind - wieder selbst geschlagen, indem wir vorne technische Fehler gemacht, nervös gehandelt und auch in Überzahl nicht alles konsequent ausgespielt haben", fasste Torhüter Max Folchert die ausschlaggebenden Faktoren nach dem Spiel zusammen. Trotzdem könne er auch etwas Positives aus dieser Partie ziehen: "Dass wir nach einem so großen Rückstand noch um vier Tore herangekommen sind, zeigt auch Moral und das können wir definitiv ins nächste Spiel mitnehmen."

 

Aufgrund des Punktestandes von 4:12 Punkten rangiert Ostsee erneut auf dem letzten Tabellenplatz, punktgleich mit den beiden nächstplatzierten Mannschaften, Anhalt Bernburg und Hannover-Burgwedel.

 

Am nächsten Samstag geht es um 18:30 Uhr in der Grömitzer Ostholsteinhalle gegen die Füchse Berlin Rheinickendorf II, die mit 6:10 Punkten als Tabellenzehnter an die Ostsee kommen.

 

Dann heißt es wieder, motiviert und mit Kampfgeist in die Partie zu gehen, um wichtige Punkte mitzunehmen.

- von Antonia Lehman -

 

HSG Ostsee: Folchert, Haß - Mendle 5, Lüdtke 4/1, Litzenroth 4, Jung 3, Nagorsen 2, Jarik 2, Barthel 1, Engelmann 1, Swoboda, Kaiser, Poley, Degner

 

Oranienburger HC: Herold, P. Porath - Schmöker 8, Schindel 4, J. Porath 4, Wertz 3, Manderscheid 3, Frank 2, A. Krai 1, Kehl 1, Otto 1, D. Krai 1, Dömeland, Scharge, Heil, Spickers

 

 

 

Nervenstark zum zweiten Saisonsieg

Ostsee kann durch 29:27-Heimsieg wichtige Punkte einfahren.

Mit zwei herben Niederlagen in Folge, aber dem Anspruch eines Punkteerfolgs trat die HSG Ostsee im Heimspiel gegen Hannover-Burgwedel am Samstagabend an. Zuletzt spielten beide Mannschaften gegen den Abstieg, standen sich bereits in der vergangenen Saison während des Abstiegskampfes gegenüber. Wie zu erwarten, bot sich den 225 Zuschauern in der Neustädter Gogenkroghalle eine Partie auf Augenhöhe.
Die Mannschaft um Trainer Adam Swoboda begann dynamisch, ging schnell mit 2:0 (2.) in Führung. Dank Torhüter Max Folchert, der bereits in den ersten fünf Minuten zwei Siebenmeter parierte und mit weiteren Paraden glänzte, konnte Ostsee seine Führung weiter ausbauen und zog auf 9:5 davon (14.). Die Ostsee-Männer hatten sich nun nahezu in Fahrt gespielt, zwei Hannoveraner Tore innerhalb von einer Minute konnten wieder wettgemacht werden, sodass es mit einem 17:12-Halbzeitstand in die Kabine ging.
In den zweiten dreißig Minuten wurde die HSG unkonzentrierter, es mehrten sich die Fouls auf beiden Seiten, Siebenmeter konnte Ostsee jedoch nicht für sich nutzen. Folglich konnte Burgwedel erneut bis auf 23:21 (49.) herankommen. Im Aufbauspiel der HSG fehlte es an der bisher vorherrschenden Ruhe und nach Zeitstrafen sowie weiteren Unsicherheiten drohte das Spiel zu Ungunsten Ostsees zu kippen.
Die Ostsee-Fans aber unterstützten ihre Mannschaft die komplette Partie über lautstark und trugen damit einen Teil zum Sieg bei. Die umjubelten Treffer zur Entscheidung durch Jan-Ove Litzenroth und Robert Lüdtke fielen in den letzten beiden Minuten zum erlösenden Endstand von 29:27.
Die HSG Ostsee klettert durch diesen Zwei-Punkte-Gewinn mit nun 4:10 Punkten auf den zwölften Tabellenplatz und gibt die rote Laterne an Anhalt Bernburg ab.
„Wir haben ein wenig den Faden verloren, als Burgwedel auf 5:1 umgestellt hat. Da haben wir uns sehr schwer getan und es wurde zu einem Kampf“, analysierte Adam Swoboda nach dem Spiel. „Aber wir haben diesen Kampf angenommen, die Mannschaft hat Moral bewiesen und wir wollten diese zwei Punkte. Darum bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.“
Mit diesem Heimsieg im Rücken reist Ostsee am Samstag nach Oranienburg, wo es gilt, den Tabellenelften als direkten Konkurrenten ebenso zu bezwingen, um weitere Punkte einfahren zu können. Anpfiff ist um 18:30 Uhr.

- von Antonia Lehmann -

 

HSG Ostsee N/G: Folchert, Haß – Jarik 7/1, Engelmann 6, Litzenroth 6, Barthel 5, Lüdtke 3/1, Nagorsen 2, Mendle, Jung, Kaiser, Poley, Degner, Ambrosius
Hannover-Burgwedel: Frommeyer, Wendland – Kastening 9/5, Bilbija 8, Koch 3, Dräger 2, Reinsch 2, Hoff 1, Antonevitch 1/1, Marx, Mücke, Pfeiffer, Schröter, Horn